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Einige Gedanken zum Mythos Bauchmuskeln – Was im Kern falsch ist und wieso das zu Rückenbeschwerden führt:

Ich bin ein Bewegungsmensch. Schon immer gewesen. Wenn ich am Tag nicht meine 1 – 2 Stunden Auslauf habe, werde ich kribbelig. Nicht, dass ich nicht auch eine ganze Zeitlang still sitzen kann; das mache ich jeden Morgen, vom Zengeist umweht. Doch wenn ich meinen Auslauf nicht bekomme, fehlt mir was. Es hält mich fit. Und gesund.

Vor kurzem war mir das aber nicht mehr genug. Also schaute ich mich nach wirkungsvollen Programmen um, die mich unterstützen sollten. Und bin dabei auf einen Fitnesstrainer gestoßen, der amerikanische Elitesoldaten trainiert. Seine Methode fand ich sehr interessant: Mit geringstmöglichem Aufwand, auf kleinstem Raum und völlig ohne Geräte, nur mit dem eigenen Körpergewicht zu arbeiten – das kam mir sehr entgegen, da es sich hervorragend in den Tagesablauf integrieren lässt.

Dieses an und für sich sehr gute Konzept hat jedoch einen Haken. Eine Sache, die mir bei vielen Reha- und Fitnessprorammen aufgefallen ist: das Core-Konzept. Die Idee von der Körpermitte (Core = Kern), die in diesem und den meisten anderen mir bekannten Konzepten ein wesentliches Detail bzw. eine wesentliche Muskelgruppe ausser acht lässt – das innere Muskelkorsett.

Die Muskulatur unserer Körpermitte besteht aus einem äußeren und einem inneren Muskelkorsett. Das äußere Muskelkorsett umfasst die geraden sowie die inneren und äußeren schrägen Bauchmuskeln. Das sind die Muskeln, die für gewöhnlich trainiert werden, um dem Rumpf mehr Halt und Stabilität zu geben und nicht zuletzt auch, um für eine gute Optik („Sixpack“) zu sorgen. Doch geht das leider zu Lasten des inneren Korsetts – dem sog. querverlaufenden Bauchmuskel (Musculus transversus abdominis) in Verbindung mit der großen Lendenfaszie (Fascia thoracolumbalis) und den Musculi Multifidi der Lendenwirbelsäule.

Die Überbetonung des äußere Muskelkorsetts hat fatale Folgen für den Rücken, insbesondere für den Bereich der Lendenwirbelsäule. Denn es spielt genau in das Haltungsmuster, das der Arzt und Körpertherapeut Thomas Hanna im Rahmen seiner Theorie von der „Sensomotorischen Amnesie“ als „Startreflex“ definiert hat. Und das eine der Hauptursachen vieler Rückenbeschwerden insbesondere im Lendenbereich ist! Daher ist es so wichtig, den tatsächlichen „Core“ – den querverlaufenden Bauchmuskel – zu trainieren!

Der querverlaufende Bauchmuskel ist der einzige der Bauchmuskeln, der direkt mit der Wirbelsäule verbunden ist. Und nur er kann, wenn er gezielt trainert wird, für tatsächlichen Halt und innere Stabilität sorgen. Dieses Nicht-Wissen sorgt dafür, dass viele rückenschmerzgeplagte Menschen zwar mit den besten Absichten ihre (äußere) Bauchmuskulatur trainieren und aber dennoch weiterhin Rückenbeschwerden haben. Die nicht selten sogar noch schlimmer werden, weil mit dem Stärken des äußeren Muskelkorsetts das innere geschwächt wird. Das hat etwas mit den verschiedenen Muskelfasertypen zu tun, worauf ich hier aber nicht näher eingehe. (Wenn’s interessiert, gerne per Mail).

Die äußeren Bauchmuskeln zu trainieren, ist sehr verführerisch, da es relativ schnell zu ersten sichtbaren Erfolgen führt. Den inneren (querverlaufenden) Bauchmuskel zu trainieren, ist etwas aufwändiger. Und unspektakulärer. Es braucht eine Weile, bis man ausreichend Körperbewusstsein entwickelt hat, um ihn überhaupt erst einmal zu lokalisieren. Was Voraussetzung ist, um ihn gezielt trainieren zu können. Das Training selbst ist sehr einfach. Relativ wenig sichtbare Bewegung, dafür viel Spür- und Atemarbeit in Verbindung mit Zwerchfell und Beckenboden. Es braucht zwar einige Wochen, um erste deutliche Erfolge zu spüren. Dafür lässt sich dieses Training, wenn erst einmal das Bewusstsein für das innere Korsett geweckt worden ist, mühelos in nahezu alle täglichen Aktivitäten einbeziehen. Und da schließt sich der Kreis. Ich habe ein Programm entwickelt, welches das oben erwähnte Fitness-Konzept mit echtem Core-Training (also mit dem querverlaufenden Bauchmuskel ) verbindet und das sich sehr einfach ins tägliche Leben integrieren lässt.

Mein Rücken dankt es mir, mein Bauch dankt es mir, und der ganze Bewegungsmensch freut sich! Im übrigen wird dieses Programm Bestandteil meines neuen Rückenkurses – mehr dazu in Kürze (oder auch jetzt schon per Mail).

Btw., was mir beim praktischen Erkunden der teilweise sehr subtilen Zusammenhänge zwischen der tiefliegenden Muskulatur, dem Beckenboden und den faszialen Verbindungen geholfen hat, ist das Buch „Anatomy Trains“ von Thomas Myers. Wenn du auf eigene Faust forschen willst, kann ich es dir sehr empfehlen!

Tipp

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„Unsere Gefühle können wir schlecht steuern. Deshalb sagte Gott auch nicht: „Möge deine Feinde.“ Es ist sehr schwer, seine Feinde zu mögen. Aber seine Feinde zu lieben, ist etwas anderes. Liebe ist ein Willensakt, bei dem man liebevoll handelt, auch wenn man nicht immer liebevolle Gefühle hat. Wir halten Liebe oft für ein Gefühl, aber das ist sie nicht. Liebe ist Handeln. Liebe ist etwas, das wir für andere tun. Entwicklung im spirituellen, im moralischen Leben findet statt, wenn wir Entscheidungen treffen müssen. Wir haben die Wahl, unseren Gefühlen der Eifersucht und des Hasses nachzugeben oder stattdessen etwas Liebevolles zu tun. Unsere Freiheit basiert auf unserer Fähigkeit, uns über unsere Gefühle zu erheben und aufgrund einer bewussten Willensentscheidung zu handeln.“

– Desmond Tutu, Friedensnobelpreisträger und Erzbischof von Johannesburg

 

Um unser volles Potenzial auszuschöpfen, sollten wir nicht nur an unsere eigene Entwicklung und unser persönliches Wohlergehen denken, sondern auch das Glück und Wohlergehen anderer Menschen mit einbeziehen. Der Dalai Lama sagt dazu: „Wenn Sie sich in Ihrer jetztigen Situation lediglich darum bemühten, dass nur Sie selbst in zukünftigen Wiedergeburten ein gutes Leben haben werden, würden Sie Ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen.“ Und: „Mit Hilfe Ihres Menschseins sollten Sie alles in Ihrer Macht Stehende tun, um eine vollkommene spirituelle Entwicklung zu erzielen.“

Sehr aufbauend und inspirierend finde ich in dem Zusammenhang das folgende Video von David Steindl-Rast, auf das ich gestern abend zu später Stunde gestoßen bin und in dem es um Wertschätzung und Dankbarkeit für jeden Tag und jeden Augenblick geht. Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und genießen Sie es, und dann schauen Sie sich anschließend die weiterführenden Tipps an 🙂

 

 

Ganz praktisch

1. Denken Sie über das nach, was Sie bereits alles haben und sind und was sich in Ihrem Bemühen um spirituelles Wachstum unterstützt.

2. Entwickeln Sie Dankbarkeit und Wertschätzung dafür, dass Sie die Gelegenheit zu spiritueller Entwicklung haben (im Gegensatz zu vielen anderen Menschen auf der Welt)

3. Mit jedem Schritt, den Sie auf Ihrem Weg gehen, entwickeln Sie mehr und mehr den Wunsch, über die Erfüllung Ihrer eigenen Bedürfnisse hinaus zum Wohlergehen anderer Menschen beizutragen.

4. Machen Sie es sich zum Ziel, anderen zu helfen.

5. Reflektieren Sie darüber, wie Sie die obigen vier Punkte in Ihrem beruflichen Alltag/ Ihrem Business umsetzen/ integrieren können.

Mehr über David Steindl-Rast:
http://www.gratefulness.org

… oder: wie du die mentalen Durststrecken auf deinem Weg meisterst

Dass das Leben in ständiger Bewegung ist und sich alles ununterbrochen verändert, und dass das einzig Beständige im Leben der Wandel ist, das ist inzwischen hinlänglich bekannt.

Dass wir gut daran tun, Veränderungen selbst einzuleiten, anstatt zu warten, bis das Leben uns dazu zwingt, ist auch nichts Neues.

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… oder: wie sich deine Ziele auf mühelose Weise verwirklichen

Das Tao ist Stille, und diese Stille trägst du in dir – jeder trägt diese Stille in sich. In der Stille des Tao ist für alles gesorgt, alles ist auf hervorragende Weise geregelt. Wie sonst könnte das, was wächst und gedeiht, auf so mühelose und intelligente Weise wachsen und gedeihen?

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